Artgerechte Meerschweinchen Haltung

Wenn Sie sich für die süßen Vierbeiner interessieren und darüber nachdenken, welche in Ihre Familie aufzunehmen, dann sind SIe hier genau richtig! Wir erklären Ihnen, worauf Sie achten sollen!

1. Alles über die Meerschweinchen Haltung

Wenn Sie sich dazu entschließen, ein Meerschweinchen artgerecht zu halten, müssen Sie an das starke Gruppenverhalten der Nager denken. Kaufen Sie sich unbedingt mindestens zwei Tiere und informieren sich eingehend über die Meerschweinchen Haltung.

Besonders für den Anfang eignen sich weibliche Artgenossen, denn unter mehreren Männchen könnte ein entsprechendes Dominanzverhalten und Streitsüchtigkeit auftreten. Auch das Alter ist entscheidend, denn gleichaltrige Paare verstehen sich in der Regel am besten.

Die unabdingbare Voraussetzung für die Haltung von Meerschweinchen ist die Gewissheit, dass es sich bei der Meerschweinchen Haltung um eine verantwortungsvolle Aufgabe handelt. Doch wenn Sie bei der Meerschweinchen Haltung alles richtig machen, kann die Pflege viel Freude bereiten.

2. Meerschweinchen sind Kleintiere

Sogar Ihr Vermieter darf keine Einwände erheben, denn die Nager fallen unter die Kategorie „Kleintiere“ und können ohne große Schwierigkeiten gehalten werden. Nachteile, die eventuell auf Sie zukommen sind vor allem drei Dinge: Platz, Zeit und Kosten. Falls ein Urlaub außerhalb der eigenen vier Wände im Raum steht, muss sich zudem um eine Betreuung gekümmert werden, die sich mit der Haltung von Meerschweinchen auskennt. positiver Aspekt ist, dass Meerschweinchen tagaktiv sind

3. Meerschweinchen im Kurzportrait:

 

  • Zoologischer Name: Cavia porcellus
  • Herkunft: Anden, Südamerika
  • Lebenswerwartung: 6 Jahre, bei artgerechte rHaltung auch bis zu 10 Jahre
  • Grösse: 20cm – 40cm, je nach Rasse
  • Gewicht: 800 Gramm – 1600 Gramm

4. Die Außenhaltung

Das Halten von Meerschweinchen im Freien ist immer zu bevorzugen. Zum einen gibt es draußen deutlich mehr Platz und zum anderen ist es auch im Winter möglich, die Tiere draußen zu halten.

Für die Außenhaltung gibt es spezielle Außengehege für Meerschweinchen, welche für eine artgerechte Haltung entwickelt wurden. Zusätzlich empfiehlt es sich, eine Schutzhütte aufzustellen, die wettergeschützt ist und den Meerschweinchen als Rückzugsort dient.

Das Freigehege sollte stabil und gut verankert sein, damit die Nager nicht ausbrechen können. Auch eine gute Sicherung von oben ist hierbei wichtig, damit Raubvögel, Marder und Füchse keinen Zugriff haben. Im Sommer ist eine gute Beschattung Pflicht.

5. Die Innenhaltung

Das Halten von Meerschweinchen in der Wohnung ist sehr beliebt. Nicht alle Halter haben einen Garten für die Außenhaltung und die Nähe zu den Tieren in den eigenen vier Wänden übt eine große Faszination aus. Ein positiver Aspekt hierbei ist, dass Meerschweinchen tagaktiv sind und so ein Zusammenleben auch auf engerem Raum gut möglich ist.

Die Platzierung des Käfigs muss mit einigen Überlegungen ausgesucht werden. Einerseits dürfen die Tiere keine Zugluft abbekommen, doch an der Heizung sollte der Käfig ebenfalls nicht stehen. Ein Fensterplatz ist ebenso tabu, denn die kleinen Nager sind relativ anfällig für Erkrankungen durch schlechte klimatische Bedingungen. Unter anderem können sie sich erkälten bzw. einen Schnupfen bekommen, im Extremfall fangen sie sich sogar eine Lungenentzündung oder einen Hitzeschlag ein.

Bei der Beschaffung von Zubehör sollten Sie bedenken, dass es sich bei den kleinen Nagern um sehr quirlige und aktive Wesen handelt. Früher oder später wird bei der Thematik Meerschweinchen halten, die Frage nach der geeigneten Behausung aufkommen.

Eines vorweg: Einen zu großen Käfig gibt es nicht. Aufgrund ihrer Natur müssen die Kleintiere sich ausreichend bewegen können. Normalerweise laufen Meerschweinchen bis zu 21 km/h und der menschliche Besitzer sollte sich darüber im Klaren sein, den Tieren diesen Freiraum zu gewähren.

Da Meerschweine mindestens paarweise gehalten werden sollten, muss auf die richtige Käfiggröße geachtet werden. Die Mindestmaße beträgt hier 120 cm x 80 cm, allerdings sollte, wenn möglich, unbedingt für mehr Platz und Auslaufmöglichkeiten gesorgt sein.

Damit die Reinigung zudem nicht zu einer Qual wird, kann auf einen Käfig mit einer Plastikwanne zurückgegriffen werden. Dadurch lassen sich Verschmutzungen leichter lösen und stellen so die Gesundheit der Nager sicher.

Falls Sie sich dazu entschließen, Ihren kleinen Mitbewohner frei in der Wohnung herumlaufen zu lassen, sollten Sie gewisse Maßnahmen ergreifen – ähnlich wie bei der Kindersicherung. Dazu gehören Stromkabel, die sich möglicherweise zum Nagen eignen. Hierbei könnte das Meerschweinchen einen elektrischen Schlag bekommen und sofort sterben.

6. Die richtige Ernährung

Meerschweinchen sind Pflanzenfresser. Eine artgerechte Ernährung setzt sich zusammen aus einem großen Anteil Heu, welche für die Verdauung benötigt wird. Dieses sollte deshalb jederzeit verfügbar sein. Ansonsten kann frisches Grünfutter verfüttert werden, bevorzugt frische Gräser und Wildkräuter, welche selber in der Natur gesammelt werden können. Auch Obst und Gemüse können gerne auf dem Speiseplan stehen.

Meerschweinchen haben ein Nagebedürfnis, welches sie ausleben wollen. Auch medizinisch ist dies notwendig, um einen guten Zahnabrieb zu erhalten. Es ist deshalb empfohlen, regelmäßig Zweige oder Äste anzubieten.

Das häufig verkaufte Körner- und Trockenfutter ist dabei gar nicht unbedingt notwendig und kann höchstens ergänzend gegen den Winter für die Gewichtszunahme verfüttert werden.

Ebenso sollten Sie auf für die Nagetiere giftige Zimmerpflanzen achten. Die bekanntesten sind der Adventsstern, die Dieffenbachie und das Alpenveilchen. Wenn Sie erst vor kurzem Ihre Möbel neu angestrichen haben, so entfernen Sie die guten Stücke aus der Reichweite der aktiven Tiere – eventuell verbergen sich in Lack und Farbe giftige Stoffe, die Nieren und Leber kurz- oder langfristig schädigen können. Auch größere Haustiere, wie Hunde oder Katzen sehen das Haustier vielleicht als Beute an und könnten sich zum Spielen (oder Fressen) aufgefordert fühlen.

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