Müde Muskeln aktivieren mit Faszientraining

Faszientraining ist eine Trainingsvariante, die zurzeit in aller Munde ist. In diesem Artikel beantworten wir die wichtigsten Fragen zu dem Thema.

1. Was sind Faszien?

Faszien sind ein Teil des Bindegewebes in unserem Körper. Jeder Muskel ist von einer Faszie umgeben, die ihm Halt und Stabilität verleiht. Faszien bestehen zum Großteil aus stabilen Kollagenfasern, welche für die Stabilität verantwortlich sind, sowie Elastinfasern, welche, der Name verrät es bereits, für die Elastizität verantwortlich sind.

Das Problem der Faszien ist, dass diese ähnlich wie die Muskeln selbst ohne Training verdicken oder sich verdrehen können und das Potenzial für Probleme im Bewegungsapparat bergen. Die Probleme können z.B. akute oder chronische Schmerzen und/ oder eine gewisse Einschränkung der Beweglichkeit sein.

Was kann man dagegen unternehmen? Hier kommt das Faszientraining ins Spiel!

2. Was ist Faszientraining?

Faszientraining wird mitunter auch als Faszientherapie bezeichnet: Der Begriff „Therapie“ verspricht bereits, dass es sich dabei um die Behandlung eines Problems handelt.

Faszientraining ist eine bestimme Trainingsform, die die Flexibilität und Beweglichkeit des Faszienapparates verbessert.

Wir können das Faszientraining in 2 Bestandteile herunterbrechen:

  1. Dehnübungen und
  2. Training mit der Faszienrolle.

3. Die Bestandteile des Faszientrainings:

3.1 Dehnübungen

Ein wichtiger Bestandteil der Faszientherapie sind Dehnübungen. Diese sind jedem bereits aus dem Schulsport bekannt und erfreuen sich bei den meisten keiner großen Beliebtheit. Da sie deswegen bei vielen Menschen vernachlässigt werden, verkürzt sich das Bindegewebe in den Faszien und die Beweglichkeit leidet darunter.

Die Dehnübungen können einerseits statisch sein (Halten einer Position in der Dehnung für 15-20 Sekunden) oder sie können dynamisch sein (leichtes Hin- und Herbewegen aus der Ausgangsposition in die Dehnstellung). Für Anfänger ist es besonders ratsam, anfangs nur statische Dehnübungen durchzuführen, um den Bewegungsapparat nicht zu überlasten.

3.2 Training mit der Faszienrolle

Der 2. integrale Bestandteil der Faszientherapie ist das Training mit der Faszierolle. Faszienrollen sind Rollen aus stabilem Schaumstoff, die mittels verschiedener Übungen die Muskulatur mit den dazugehörigen Faszien massieren und lockern. Das Grundprinzip besteht darin, dass mittels rollender Bewegungen und unter Anwendung von Druck die Muskulatur sowie der Faszienapparat gelockert wird.

Es gibt übrigens auch Faszienbälle: Diese sind vor allem für punktgenaues Behandeln der Faszien ideal und eignen sich für kleinere Muskelpartien bzw. die zugehörigen Faszien.

4. Gibt es Risiken bei der Anwendung von Faszientraining?

Das größte Risiko beim Faszientraining ist das, dass sie es nicht durchführen! Tatsächlich „verkümmern“ die Faszien mit der Zeit, woraus zahlreiche Probleme folgen können, sofern Sie nicht entsprechend gegensteuern!

Ansonsten sind weder Übungen mit Faszienrollen – oder bällen bzw. zum Dehnen nicht mit Risiken verbunden.

Im Gegenteil tun Sie einiges für sich und Ihren Körper, wenn Sie die Faszien regelmäßig, d.h. mindestens 1-2 mal pro Woche, trainieren. Dabei sollten Sie bedenken, dass die Faszien nicht von heute auf morgen fit und vital werden: Realistischerweise sollten Sie mindestens 6 Monate regelmäßig Faszientraining anwenden, sodass Sie entsprechend Resultate erwarten können. Dafür werden Sie dann mit deutlich vitaleren Faszien belohnt – es lohnt sich!

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