4 Tipps gegen Hausstauballergien

Die kalte Jahreszeit gilt gemeinhin als Erholungsphase für Allergiker. Während Gräser und Pollen im Frühjahr und Sommer Allergien auslösen, gibt es im Winter verhältnismäßig wenig Grund zur Sorge an der frischen Luft.

Umso stärker jedoch wird die Belastung in Innenräumen. Schwer haben es zum Beispiel Menschen mit Hausstaub-Allergien und Hauterkrankungen, die durch Heizungsluft und seltenes Lüften begünstigt werden.

Gerade im Schlafzimmer ist es wichtig, auf ein ausgewogenes Raumklima zu achten. Dazu gibt es vielfältige Möglichkeiten, ein entscheidender Aspekt ist die Auswahl der passenden Winterbettdecke für Allergiker.

Während andere Teile der Schlafstatt wie Matratze, Kopfkissen oder Matratzenschutz das ganze Jahr über verwendet werden können, schafft die Allergiker-Winterdecke optimale Bedingungen für kühle Nächte. Verfrorene bringen mit einem weichen und allergieneutralen Unterbett noch mehr Wärme und Komfort in die Nacht.

1. Ausgeglichen schlafen mit einer geeigneten Winterbettdecke für Allergiker

Bei der Winterdecke für Allergiker ist zunächst einmal entscheidend, dass in der Decke keine allergieauslösenden Stoffe verarbeitet sind. Zu allergieneutralen Materialien gehören Baumwolle, Mikrofaser, Füllungen aus funktionaler Synthetik und Stoffe auf pflanzlicher Zellulose-Basis.

Letztere haben es als sogenannte Kunstfasern natürlichen Ursprungs zu einiger Beliebtheit gebracht, da sie atmungsaktiv und feuchtigkeitsausgleichend sind. Für Allergiker-Winterbettdecken bieten sich beispielsweise innovative Fasern wie Lyocell oder Mais an.

Viele allergiefreundliche Bettdecken sind mit dem Prüfsiegel Oeko-Tex Standard 100 ausgestattet und auf bestimmte Schadstoffe überprüft. Hochwertige Winterdecken für Allergiker bestehen häufig aus zwei Schichten, die an den Rändern vernäht sind und in ihrem Inneren Wärme speichern.

Wichtig für sensible Menschen ist, dass trotz des wärmenden Effekts eine gute Luftzirkulation möglich ist. Feuchtigkeit, die durch Schweiß und Verdunstung entsteht, sollte rasch nach außen gelangen, da sich Hausstaubmilben und andere Mikroorganismen in einer feuchtwarmen Umgebung wohlfühlen. Auch die Haut profitiert von einer harmonischen Balance von Temperatur und Feuchtigkeit unter der Decke.

2. Stoffe, aus denen Träume sind: geeignete Textilien für Allergiker-Winterdecken

Lyocell, auch unter den Bezeichnungen Tencel™ oder Smartcel™ bekannt, hat einen außergewöhnlich effektiven Feuchtigkeitstransport. Eine Winterdecke für Allergiker aus Lyocell kann große Mengen an Feuchtigkeit aufnehmen und gibt sie rasch an die Umgebungsluft ab.

So entsteht ein trockenes Schlafumfeld, in dem sich Mikroorganismen weniger stark vermehren. Die innovative Faser wird aus dem nachwachsenden Rohstoff Holz gewonnen und ist damit auch unter ökologischen Gesichtspunkten attraktiv. Wie Stoffe aus Mais oder Bambus ist Lyocell biologisch abbaubar.

Decken aus Mais sind als Winterbettdecke für Allergiker geradezu prädestiniert, denn Mais bildet dank seines bauschigen Volumens eine Alternative zur Daunendecke. Mit der gekräuselten Faser können auch Allergiker eine Winterbettdecke mit Kuschelfaktor genießen.

Baumwolle hat als vielseitiges Naturmaterial eine lange Tradition im Schlafzimmer und ist sehr saugfähig, nimmt also ebenfalls Nässe auf und gibt sie schrittweise wieder ab. Ein Vorteil von Synthetik ist ihre Widerstandsfähigkeit.

Eine Winterdecke für Allergiker sollte bei mindestens 60 Grad waschbar sein, da bei dieser Temperatur Milben absterben. Allergiker-Winterbettdecken aus robuster Kunstfaser können oft sogar bei bis zu 95 Grad in der Kochwäsche gewaschen werden und sind trocknergeeignet, was sehr hygienebewussten Menschen entgegenkommt.

Baumwolle ist auch pflegeleicht und oft auch kochfest. Beim Waschen sind neben den Pflegehinweisen des Herstellers auch Anforderungen an das Waschmittel zu beachten. Allergieneutrale Waschmittel ohne Zusatz von Duftstoffen gibt es in jeder Drogerie.

3. Wie sieht ein allergiefreundliches Schlafzimmer aus?

Ein schönes Schlafumfeld ist für Allergiker eine echte gesundheitliche Notwendigkeit, weshalb das Schlafzimmer sauber gehalten und Staub häufig entfernt werden sollte. Zierkissen, Kuscheltiere und andere Textilien gehören ebenfalls dann und wann entstaubt und nach Möglichkeit in die Waschmaschine. Wichtig ist außerdem, auch im Winter regelmäßig die Fenster zu öffnen und frische Luft in die Schlafräume zu lassen.

Dabei sollte das Schlafzimmer nicht auskühlen, was wiederum Feuchtigkeitsbildung verstärkt. Ideal sind moderate Temperaturen, über Nacht kann es je nach Geschmack auch etwas kühler sein.

Bettdecke und Kissen dürfen Frühaufsteher morgens zusätzlich auslüften und aufschütteln. Wenn dafür keine Zeit bleibt, sollte die Decke zumindest ausgebreitet auf dem Bett liegen. Gibt es eine Möglichkeit zum Aufhängen, kann die Bettdecke auch tagsüber von allen Seiten belüftet werden.

Obwohl ein Schlafzimmer nicht nur funktional, sondern auch gemütlich sein soll, ist es ratsam, mit Textilien sparsam umzugehen, die Staub ansetzen. Deko-Elemente bestehen im besten Fall aus natürlichen, wenig behandelten Materialien. Eine gute Möglichkeit für Farbe im Schlafzimmer bieten Bilder oder Postkarten.

4. Hier ist Vorsicht geboten: Risiken für Allergiker im Winter

Ist das Schlafzimmer erst einmal winterfest, können sich Allergiker schon einigermaßen entspannt zurücklehnen. Trotzdem gibt es ein paar Fallen, in die Allergiker während der Wintermonate oft tappen.

Weihnachtsgebäck beinhaltet häufig Nüsse und intensive Gewürze, die zu Allergien neigende Menschen schlecht vertragen. Während starke Nussallergiker in der Regel informiert sind, verursachen Gewürze wie Zimt, Anis, Muskat, Kardamom oder Koriander diffusere Beschwerden und leichte Unverträglichkeiten.

Wer nach dem Verzehr von Weihnachtsplätzchen ein Kribbeln in Mund oder Rachen verspürt, leichten Ausschlag oder Magenprobleme bekommt, sollte an eine Allergie auf typische Inhaltsstoffe winterlicher Speisen und Getränke denken. Auch Zitrusfrüchte wie Orangen, Mandarinen und Clementinen werden von Allergikern und empfindlichen Menschen oft schlecht vertragen.

Glühwein enthält neben allergieauslösenden Gewürzen Histamin aus dem erwärmten Rotwein. Bei einer Histaminintoleranz sollte also auf das traditionelle Getränk zum Besuch auf dem Weihnachtsmarkt verzichtet werden.

An den Feiertagen steht der Weihnachtsbaum im Mittelpunkt. Für Allergiker kann der Christbaum durch Pollen, Pestizide und Schimmelpilze allerdings belastend sein. Wer nicht auf den Tannenbaum verzichten möchte, sollte ihn nur kurz und an einem häufig belüfteten Ort stehen lassen. Auch Plastikbäume und Weihnachtsschmuck enthalten Schadstoffe. Dekoration können Kreative selbst basteln und haben damit bereits eine Beschäftigung für lange Winternachmittage.

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