5 Tipps gegen Schnarchen

Schnarchen ist ein weit verbreitetes Phänomen. Insbesondere mit steigendem Alter sind immer mehr Menschen betroffen. Oft ist es für die Betroffenen selbst gar kein großes Problem. Allerdings kann es für Partner und Familienangehörige zu einem wirklich schlafraubenden Problem werden. Wir zeigen, was Sie dagegen tun können.

Wie entsteht Schnarchen?

Schnarchgeräusche entstehen immer dann, wenn die Rachenmuskulatur während des Schlafens erschlafft. Durch die eingeatmete Luft kommt es zu flatternden Bewegungen des Rachenzäpfchens und des Gaumensegels. Hierdurch entstehen die nervenden Geräusche, die vor allem den oder die Bettnachbarn der Betroffenen den Schlaf rauben können.

Was begünstigt das Schnarchen?

Schnarchen kann durch verschiedene Faktoren zusätzlich gefördert werden. Dazu gehören vor allem:

  • Erkrankungen und Infekte der Atemwege.
  • Übergewicht.
  • Alkoholgenuss vor dem Schlafengehen.
  • Zu spätes Abendessen.
  • Schlafen in Rückenlage.
  •  
  • Anatomische Besonderheiten der Atemwege.

Wenn Sie diese Förderungsfaktoren für das Schnarchen so gut wie möglich vermeiden, können in vielen Fällen Schnarchprobleme beseitigt oder zumindest gelindert werden.

Tipp 1: Das Anti-Schnarchkissen

Dieses spezielle Kissen passt sich perfekt der Kopfform des Schlafenden an. Durch die integrierte Erhebung in der Mitte des Kissens wird das Schlafen in Rückenlage vermieden. Dies ist eine der Hauptursachen für das Schnarchen.

Zudem wird die Wirbelsäule während des Schlafens entlastet. Durch das Schlafen in Seitenlage wird das Erschaffen der Rachenmuskulatur verhindert und es kann nicht zu dem geräuschintensiven Flattern des Gaumens kommen.

Das Anti-Schnarchkissen hilft allerdings nur, wenn die betroffenen Personen nur in Rückenlage schnarchen. Ist das Schnarchen auch ein Problem, welches beim Schlafen in der Seitenlage auftritt, ist das Anti-Schnarchkissen keine Lösung, um das Schnarchen zu vermeiden.

Tipp 2: Änderung des Lebensstils

Oft ist der eigene Lebensstil Hauptursache für das Auftreten des Schnarchens. Ein gesunder Lebensstil kann oft schon Wunder wirken, wenn es um die Bekämpfung des Schnarchens geht.

Neben einer gesunden und ausgewogenen Ernährung gehört dazu auch die Vermeidung von übermäßigem Alkoholkonsum und anderen Genussmitteln, wie Zigaretten. Auch Übergewicht führt häufig zum Schnarchen, weshalb Betroffene über eine Diät nachdenken sollten.

Auch zu spätes Essen am Abend oder Snacks direkt vor dem Schlafengehen sollten vermieden werden, um ein Schnarchen in der Nacht zu verhindern.

Tipp 3: Die Anti-Schnarchschiene

Ein wirksames Mittel gegen das Schnarchen ist die Anti-Schnarchschiene. Sie soll verhindern, dass sich durch die Muskelentspannung während des Schlafens die Atemwege verengen und somit die unangenehme Geräuschkulisse entsteht.

Durch die aus Kunststoff bestehende Schiene bleibt die Rachenmuskulatur angespannt und der Unterkiefer in einer vorderen Position gehalten. Die Atemwege bleiben dadurch frei, wodurch das Schnarchen verhindert werden kann.

Grundvoraussetzung für das Tragen einer Anti-Schnarchschiene sind gesunde Zähne und ein gesunder Mundraum. Bei Patienten mit schlechten Zähnen, Zahnfleischproblemen oder einer Kieferfehlstellung kann die Anti-Schnarchschiene nicht eingesetzt werden.

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Tipp 4: Die Nasenklammer

Die Nasenklammer, oder auch Nasenspreizer genannt, wird eingesetzt, um die Nasenflügel zu weiten. Dadurch wird der Raum für die eingeatmete Luft erweitert und es kommt zu weniger Schnarchgeräuschen.

Insbesondere bei natürlichen oder durch Infekte ausgelösten Verstopfungen der Nase kann die Nasenklammer eine hilfreiche Möglichkeit zur Verhinderung des Schnarchens sein. Das Atemvolumen kann mit einer Nasenklammer um bis zu 30 % gesteigert werden, was auch der Sauerstoffversorgung des Körpers zugutekommt.

Durch die Förderung der Nasenatmung können gleichzeitig typische Beschwerden, die mit der Mundatmung einhergehen, verhindert werden. Dazu gehören vor allem ein trockener Mund- und Rachenraum sowie ein gereizter Hals.

Tipp 5: Das Nasenpflaster

Bei dem Nasenpflaster handelt es sich um ein sehr einfach anzuwendendes Hilfsmittel gegen das Schnarchen. Es wird einfach über die Nasenflügel geklebt und soll somit, ebenso wie die Nasenklammer, zur Stabilität und Erweiterung des Nasenraumes beitragen.

Dank des verbesserten Luftdurchlasses durch die Nasen wird die Mundatmung, welche häufig eine Ursache für das Schnarchen ist, überflüssig. So kann effektiv gegen das Schnarchen vorgegangen werden.

Allerdings hilft das Nasenpflaster nur, wenn eine geringe Nasenatmung wirklich das Problem ist, welches das Schnarchen verursacht. Liegen andere Gründe für das Schnarchen vor, so kann das Nasenpflaster nicht helfen.

Fazit zu Schnarchen

Schnarchen kann vor allem für Angehörige des oder der Betroffenen zu einer wahren Qual werden. Nicht selten ist es unmöglich, für die Geplagten einen erholsamen Schlaf zu finden, wenn direkt neben Ihnen geschnarcht wird.

Die hier genannten Tipps gegen Schnarchen helfen dabei, das Schnarchen einzudämmen und somit ein Stück Lebensqualität zurückzugewinnen. Daneben können Sie auch einen relativ einfachen Trick anwenden, indem Sie einige Zeit vor Ihrem schnarchenden Partner zu Bett gehen.

Helfen alle Tricks und Tipps nichts, so sollte ein Arzt aufgesucht werden, um eventuelle gesundheitliche Ursachen abklären zu können. Insgesamt kann man leider nicht sagen, welche die „einzig wahre“ Methode zur Bekämpfung des Schnarchens ist.

So individuell wie wir Menschen an sich sind, so unterschiedlich sind auch die Ursachen für das Schnarchen. Daher sollte jeder Betroffene mehrere Möglichkeiten ausprobieren. Nur so kann die Methode gefunden werden, welche im konkreten wirklich hilft.

Machen Sie sich daher darauf gefasst, dass nicht unbedingt die erstbeste Methode zur Vermeidung des Schnarchens funktionieren wird. Allerdings lohnt es sich, mehrere Wege auszuprobieren. Ihre Lieben werden es Ihnen auf jeden Fall danken, wenn sie auch wieder ruhig schlafen können.

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