Sorgen Tageslichtlampen für unser Wohlbefinden?

Tageslicht ist für den Menschen essenziell. Wir brauchen es in körperlichen und psychischen Aspekten. In grauen, sonnenlosen Wintertagen benötigt der Mensch  Sonnenlicht. Dieses hilft gegen winterliche Depressionen, Melancholie, Lustlosigkeit und Motivationslosigkeit.

1. Warum fühlen wir uns im Winter manchmal nicht wohl?

Falls Sie sich zur Winterzeit schon einmal  ohne ersichtlichen Grund elend gefühlt haben, dann kann es am Sonnenlichtmangel liegen.

Daher hilft es in dunklen Wintertagen, von einer Tageslichtlampe Gebrauch zu machen.

2. Was ist überhaupt so toll an Sonnenlicht?

Das Sonnenlicht lässt den Körper Serotonin produzieren. Dieses hilft dem Körper – und somit einem selbst – morgens besser aus dem Bett zu kommen. Zusätzlich sorgt es für gute Laune und Motivation.

Der Sonnenentzug führt zu einer erhöhten Melatoninproduktion. Melatonin braucht der Körper um nach einem langen Tag wieder Schlafen zu gehen. Es macht also träge und müde.

Die beiden Hormone Serotonin und Melatonin befinden sich im besten Fall in Balance miteinander, sodass man abends schlafen gehen kann und über den Tag aktiv ist. Da jedoch im Winter die Sonne eindeutig weniger scheint als im Sommer, leidet der Körper unter Serotoninmangel.

Im Endeffekt verhilft das Serotonin oder besser gesagt das Sonnenlicht, um aktiv in den Tag zu starten.

Wenn Sie sich jetzt zu Recht fragen, warum der Körper das überhaupt macht, dann ist die Antwort: der Winterschlaf. Also ein Überbleibsel der Evolution. Ähnlich wie die Gänsehaut, die bei einem Fell, wie es unsere Vorfahren hatten, Wärme erzeugen würde. Die hohe Melatoninproduktion im Winter half Menschen damals, besser in den Winterschlaf zu kommen, um die Kälte zu überleben. Dafür haben wir heute warme Jacken.

Interessanterweise werden Tageslichtlampen auch in der Fotografie benutzt, um natürliches Tageslicht nachzuahmen.

3. Wie kommen Tageslichtlampen ins Spiel?

Das Grandiose an Tageslichtlampen ist, dass sie die Eigenschaften der Sonne nachahmen. Damit sind Farbe, Intensität und Helligkeit gemeint. Diese entsprechen der normalen Sonnenstrahlung.

Der Körper nimmt diese Eigenschaften war und regt die Serotoninherstellung an. Damit hilft es gegen saisonale Verstimmungen und Träge.

4. Wie kriegt man das Meiste aus einer Tageslichtlampe heraus?

Ein Mensch benötigt lediglich den Anblick von Tageslicht, also ist die beste Methode, einfach in das Licht hineinzuschauen. Schlau gesagt muss das Tageslicht mit der Netzhaut der Augen in Kontakt kommen.

Tageslichtlampen sind in verschiedenen Stärken erhältlich, deswegen sollte man beim Kauf darauf achten über wie viel Lux die entsprechende Leuchte verfügt.

Mit der Einheit Lux misst man Beleuchtungsstärke, deswegen gilt nicht, desto mehr Lux, desto heller die Leuchte, sondern je mehr Lux, umso “besser“ das Licht.

Die ideale Tageslichtlampe scheint mit 10.000 Lux. 10.000 Lux ist aber nicht der “richtige Wert“ sondern einfach die Beleuchtungsstärke, die den Serotoninmangel in 30 Minuten ausgleicht. Ein Gegenbeispiel: eine Tageslichtlampe mit 5.000 Lux benötigt eine ganze Stunde, um den Melatoninüberschuss auszugleichen.

Achten Sie jedoch darauf: Sie sollten für eine komplette halbe Stunde das Licht der Lampe konsumieren. Die bequeme Lösung: Pro Minute einige Male ins Licht blicken. Wann man die sogenannte “Lichttherapie“ anwendet, kann das ebenso wichtig sein, denn am effektivsten lässt sich das künstliche Tageslicht am Morgen aufnehmen.

5. Wie wirkt eine Tageslichtlampe?

Ihnen sollte jedoch bewusst sein, dass die Wirkung der Tageslichtlampe nicht plötzlich erscheint, sondern mit der Zeit durch mehrere Lichttherapiesitzungen zu bemerken ist.

Zusätzlich wollen wir hinzufügen, dass eine Tageslichtlampe zwar ungemein helfen kann, aber nicht die konkrete Lösung für die Depression ist. Falls Sie befürchten, dass Sie Depressionen haben, sollten Sie einen Arzt aufsuchen.

Die optimale Nutzung der Leuchte ist beim Arbeiten, besonders im Büro oder während man einer ruhigen Beschäftigung nachgeht. Ein guter Zeitpunkt, die Tageslichtlampe anzuschalten wäre während des Lesens eines Buchs. Die Tageslichtlampe eignet sich in dem speziellen Falle sogar als Buchlampe.

Auch bei Menschen mit Schlafstörungen oder Menschen, die einfach gerne länger wach bleiben, die Probleme mit dem eigenen Schlafrhythmus haben, kann die Tageslichtlampe helfen. Das Serotonin-Melatonin-Gleichgewicht kann durch die Lichttherapie wiederhergestellt werden.

Der Jetlag, der für Reisende nur allzu bekannt ist bringt das Gleichgewicht zwischen Melatonin und Serotonin durcheinander, weswegen die Leuchte auch bei diesem Falle hilft. Migränepatienten hilft das Licht der Tageslichtlampe, da dieses Licht die Kopfschmerzen erleichtert.

Menschen, die unter Demenz leiden, können ebenso von der Tageslichtlampe profitieren. Demenzkranke Menschen leiden besonders unter der sogenannten saisonalen Depression im Winter.

Auch Arbeitern, die unter der Schichtarbeit leiden, kann mit der Lampe geholfen werden. Diese bekommen durch die Arbeit in der Nacht mit der Zeit immer weniger Sonne zu Gesicht.

6. Gibt es Nebenwirkunge durch die Tageslichtlampe?

Ja diese kann es geben, jedoch sind diese äußerst selten. Bei den Nebenwirkungen ist es möglich, dass man Rötungen der Haut, Kopfschmerzen oder trockene Augen bekommt. Deswegen sollten Menschen, die Probleme mit ihrer Netzhaut haben, vor der Lichttherapie einen Arzt aufsuchen.

7. Fazit zu Tageslichtlampen:

Eine Tageslichtlampe hilft bei:

  • Demenz im Alter
  • Müdigkeitsbedingten Kopfschmerzen
  • Migräne
  • Winterdepression
  • Schichtarbeit
  • Jet Lag
  • Insomnie (Schlafstörung)

Falls Sie an einer dieser Probleme leiden, dann tun Sie sich etwas Gutes und fangen mit der Lichttherapie mittels einer Tageslichtlampe an. Diese hilft besser in den Tag zu starten und bei diversen anderen Problemen.

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