8 Tipps für erfolgreiche Sportwetten

Niemand wird mit Sportwetten schnell reich. Die meisten werden damit nur ärmer. Damit dir das nicht passiert, haben wir hier ein paar Tipps vom Journalist und Glücksspiel-Experten Radek Vegas (xbet.tips) zusammen getragen.

Er betreibt seit drei Jahren einen Youtube-Kanal über Sportwetten und ist vor allem in der Bundesliga bisher jede Saison im Plus gewesen. Achtung: Das ist nichts für Glücksritter, sondern die langweilige Wahrheit!

1.  Realistische Ziele

Um beim Sportwetten zu gewinnen, solltest du in erster Linie realistische Ziele verfolgen. Wenn du kein Geld zum Investieren hast, wirst du nicht viel gewinnen oder es wird lange dauern. Je weniger Geld man hat, desto eher neigt man dazu verhältnismäßig zu viel zu setzen.

Dadurch steigt der Risk of Ruin und man wird schneller nachzahlen müssen als einem lieb ist. Langfristig gesehen haben wirklich sehr gute Sportwetten-Experten einen Yield von 5 bis 10 %. Das heißt für jeden Einsatz gewinnen sie im Schnitt diesen prozentualen Anteil hinzu.

Beispiel:

Wer 100 Wetten im Monat zu je 10 Euro abschließt, hat einen Umsatz von 1000 Euro. Auf diesen Umsatz kommt ein Gewinn von maximal 10 % (mal mehr – meistens wesentlich weniger). Damit gewinnt man als wirklich SEHR GUTER Sportwetten-Experte 100 Euro.

Alles, was darüber hinaus geht, ist absolutes Glück und nicht die Regel. Die Realität sieht ganz anders aus. Die wenigsten schaffen es überhaupt solche Renditen über mehrere Monate zu erzielen. Alle, die mit großen Gewinnen (einmaligen Gewinnen) prahlen oder werben, werden früher oder später von der Realität eingeholt.

Natürlich gibt es Ausnahmen, die auf wenige Wetten (100 bis 1000 Wetten) einen sensationellen Lauf haben und mehr gewinnen als die 10 %. Aber es gibt auch außergewöhnliche Fußballer wie Lionel Messi oder Cristiano Ronaldo. Und obwohl viele andere mal ein paar gute Spiele haben, werden langfristig nicht viele so viele Tore schießen.

Rechne also lieber konservativ und sei überrascht, wenn es besser läuft. Denke aber nicht du oder irgendjemand aus deinem Bekanntenkreis, der ein paar Wetten abgeschlossen hat, sei der Auserwählte. Sportwetten ist vor allem viel Lehrgeld, Zeit für Recherche, Erfahrung und Mathematik.

2.  Einsätze im Rahmen der Vernunft

Um nicht immer wieder sein eingezahltes Geld dem Sportwetten-Anbieter zu schenken, ist es wichtig, dass man nicht über seinen Verhältnissen spielt. Klar, hält sich jeder für was ganz besonderes. Aber die Statistik und die Erfahrungen vieler zeigt, dass man nicht zu viel für eine einzelne Wette riskieren sollte.

Obwohl es verschiedene Möglichkeiten gibt seinen Einsatz zu bestimmen, ist es für Anfänger wohl am sinnvollsten immer nur 1 % seines Geldes zu setzen. Und damit meine ich nicht 1 % vom Gesamtvermögen oder vom Gehalt. Sondern 1 % von dem Geld, das man verlieren kann, ohne sich stark aufregen zu müssen.

Wenn du 100 Euro auf dein Wettkonto einzahlst, dann setzt du 1 Euro pro Wette.

Wenn es einen Monat gut läuft und du Gewinn machst, dann kannst du wieder Geld einzahlen und damit deinen Kontostand anheben. Angenommen du hättest dann 210 Euro auf dem Konto, könntest du dann 2,10 Euro pro Wette setzen. Es ist besser seinen Kontostand zu erhöhen als zu viel für eine Wette zu riskieren.

3.  Es gibt keine sicheren Wetten

“Das ist safe” ist ein geflügeltes Wort unter Zockern. In der Facebook-Gruppe von Radek Vegas fliegen Leute, die so etwas schreiben sofort raus.

Natürlich gibt es Wetten, die wahrscheinlicher sind als andere. Aber meistens können die Leute, die was von “safe” schreiben das nicht beurteilen.

Denn eine niedrige Quote bedeutet nicht zwangsläufig hohe Wahrscheinlichkeit. Es bedeutet nur wenig Gewinn.

Auch hier sollte man selbst nicht so arrogant sein zu denken, man würde einen besseren Durchblick haben als die Wettanbieter, die seit Jahrzehnten nichts anderes machen, als Wahrscheinlichkeiten in Quoten zu packen und damit jedes Jahr allein in Deutschland ein paar Milliarden Euro verdienen.

Wenn es irgendeine sichere Wette gäbe, dann wüsste das der Wettanbieter schon Tage vorher und hat das in die Quote einberechnet.

Es geht nicht darum eine sichere Wette zu gewinnen (außer, man wettet danach nie wieder), sondern auf die Dauer eines Monats, eines Jahres oder einer Wett-Karriere mehr zu gewinnen als zu verlieren.

Das gelingt selbst den besten nicht immer, weil Schwankungen (Glück und Pech) im Sport und vor allem im Glücksspiel unvermeidbar sind. Die beste Mannschaft der Welt hat mal einen schlechten Tag und wird gegen eine schwache Mannschaft verlieren.

In der NHL gab es zum Beispiel seit Saisonbeginn 2019/2020 auf 300 Spiele nur 30 Favoriten-Siege mehr als Außenseiter-Siege. Bei Favoriten-Siegen mit niedrigen Quoten von 1.6 bis 1.9 lag man also sehr oft daneben, während man mit blinden Tipps auf die höhere Quote ein kleines Vermögen machen können.

Das zeigt nur, dass die Quoten einerseits nicht immer die wahre Wahrscheinlichkeit ausdrücken und zum anderen mehr dazu gehört als mit niedrigen Quoten zu hantieren.

4.  Trefferquote ist nichtssagend

Vielleicht hast du schon mal eine Facebook-Werbung gesehen, in der irgendein toller Tippster damit geworben hat, dass er eine super-duper Trefferquote hat. Z.B. “80 % Trefferquote” oder dergleichen. Solche Versprechen solltest du sofort melden oder mit einem skeptischen Kommentar quittieren.

Die Trefferquote ist nichtssagend. Man kann 80 % von 10 Wetten gewinnen, wenn man 8 Wetten gewinnt. Das ist möglich. 16 von 20 Wetten zu gewinnen geht auch. 40 von 50 Wetten ist schon schwieriger – egal bei welcher Quote. Und 80 von 100 ist schon eine Leistung! Alles, was drüber hinausgeht, ist aber sehr unrealistisch und sagt alleine noch nichts aus.

Denn es kommt auch immer auf die Durchschnittsquote der gespielten Wetten an. Ich kann 80 % Trefferquote haben und Verlust machen.

Ich kann aber auch mit nur 40 % Trefferquote Gewinn machen, wenn die Quoten hoch genug sind. Die besten Tippster auf Blogabet haben eine relativ niedrige Trefferquote um 50 %. Das hat den Grund, weil Wettprofis meistens Wetten mit Quoten um 2.0 spielen.

Wert wie diese 80 % sind also einfach nur ein Versuch Laien hinters Licht zu führen, um sie dazu zu bewegen Geld für diese super-duper-Tipps zu zahlen.

Wie eingangs geschrieben ist eine Rendite von 5 % pro Wette schon ein sehr guter Wert. Allerdings auf 100 oder 1000 Wetten. Wer weniger Wetten erfasst hat, kann eine Abweichung in positive oder negative Richtung haben, die entweder Glück oder Pech sein kann aber nichts über die eigentliche Qualität eines Tippsters aussagt.

Frage also nach der Bilanz eines Tippsters und glaube ihm nur, wenn er über Monate eine lückenlose Bilanz bei einem Drittanbieter verifizieren hat lassen. Das machen die wenigsten, weil es aufwändig ist und mindestens frustrierend, wenn es mal nicht so gut läuft. Außerdem würde es zeigen, dass diejenigen, die schon Probleme mit einfachster Mathematik haben und sich mit einer 80%igen Trefferquote brüsten, schon ganz schnell, ganz viel Verlust hätten.

5.  Teste, wie gut du bist bevor du um Geld spielst

Es ist auch besser erstmal 100 oder mehr Tipps ohne Einsatz zu simulieren. Dafür gibt es Webseiten wie Blogabet.com, auf denen man seine Wetten virtuell abgeben kann und dann immer einen Überblick hat, ob man Geld gewinnen würde.

Solang man dort nicht Gewinn macht, wird man es auch in der Realität um richtiges Geld nicht machen.

6.  Keine Kombiwetten

Bayern gewinnt in Kombi mit Barcelona, Juve und Manchester City für eine Quote von 2.5. So sähe eine mögliche Favoriten-Kombi aus, die jedes Wochenende Millionen in die Kasse der Wettanbieter fließen lässt. Wenn es so einfach wäre, dann wäre doch jeder Kneipengänger in Windeseile Wett-Millionär.

In Wahrheit wird der Reichtum der Wettanbieter genau von diesen Kombiwetten genährt. Je verrückter, desto besser. Klar, gewinnt ab und zu mal einer, der zum Beispiel auf Leceister City als Meister in England gewettet hat oder einen Schein mit 15 Spielen richtig hat.

Auf der Kehrseite stehen aber die vielen Versuche, die dafür nötig sind, bis sowas mal passiert. Nicht nur die eigenen, sondern auch die der ganzen anderen, die es auch versuchen und weniger Glück haben.

Solche Einzelgewinne werden dann groß promoted und schaffen es sogar in die Bild-Zeitung. Eine bessere Werbung für Wettanbieter kann es nicht geben, weil sie genau wissen, dass solche hohen Gewinne die Ausnahme sind und die Gewinner das Geld irgendwann sowieso wieder zurückbringen.

Ich verstehe jeden, der 5 Euro auf eine Fünferkombi an einem Bundesliga-Samstag setzt. Dagegen ist ja nichts einzuwenden. Homer Simpson sagte schon vor fast 30 Jahren: Wetten macht eine gute Sache noch besser. Das stimmt in einem gewissen Rahmen.

Solange es 5 Euro in der Woche sind, die man sonst auch für ein Getränk im Café oder der Bar bezahlen würde. Sobald man an diese Einsätze Hoffnungen knüpft und mehr setzt, fängt es an problematisch zu werden und man sollte sich dringend einem Reality-Check unterziehen:

Kenn ich mich wirklich gut genug in dieser Sportart aus, um soviel Geld zu setzen?

Habe ich genug Ahnung von Quoten und Wahrscheinlichkeiten um einschätzen zu können, was eine gute und was eine schlechte Wette ist? Habe ich eine positive Gewinnerwartung? Nein? Dann bleib bei gelegentlichen 5-Euro-Kombis, aber spare dir das Geld für andere Dinge.

7.  Kenne die Wahrscheinlichkeiten!

Wetten ist ein Wahrscheinlichkeitsspiel. Eine Quote ist eine umgekehrte Wahrscheinlichkeit. Teilt man die 1 durch die Quote erhält man die prozentuale Wahrscheinlichkeit, die der Wettanbieter dem Ereignis einräumt. Um langfristig beim Sportwetten Gewinn zu machen, muss man erkennen, wann die Quote zu hoch oder zu niedrig ist.

Meistens treibt die Masse der Wettenden die Quote in eine Richtung oder die Wettanbieter führen die Wettenden absichtlich in die Irre, um entsprechend eines Algorithmuses den Gewinn zu maximieren. Es geht beim Wetten nicht darum eine Wette zu gewinnen. Es geht darum die Quote zu schlagen. Und das nicht einmal, sondern immer und immer wieder, sodass am Ende mehr Geld da ist als vorher.

Das Prinzip nennt sich “Valuebet”. Nur Wetten mit “Value” (Wert), sorgen dafür, dass der Kontostand über einen längeren Zeitraum anwächst. Wettet man hingegen nur auf offensichtliche Favoriten, wird man trotz hoher Trefferquote nie auf einen grünen Zweig kommen. Denn wie ich schon geschrieben habe: Die Wettanbieter wissen das natürlich auch.

8.  Sportart, die man regelmäßig verfolgt

Die beste Möglichkeit beim Sportwetten zu gewinnen ist sich mit einer Liga besonders gut auszukennen. Idealerweise weiß man in einem kleinen Markt mehr als die Wettanbieter. Wenn man zum Beispiel in unterklassigen Fußball-Ligen einen Lieblingsverein hat und viele Spiele davon verfolgt, ist man vielleicht imstande bessere Prognosen abzuliefern als der Algorithmus der Wettanbieter.

Besonders lukrativ wird es, wenn man Insider-Informationen hat, wie wenn ein wichtiger Spieler fehlt oder es in der Mannschaft kriselt. Solche Dinge erfährt man unter anderem auch in guten lokalen Zeitungen. Wobei diese auch sehr rar sind. Besser ist es da direkte Ansprechpartner in den Vereinen zu haben. Entweder Spieler oder regelmäßige Zuschauer. So kann man sich einen entscheidenden Wissensvorsprung erarbeiten, der allerdings von den Wettanbietern schnell eingedämmt wird.

Glaube also niemanden, der dir sagt, er habe tausende Euro bei einem Wettanbieter gewonnen. Denn die bekannten Wettanbieter, die man jeden Samstag im Fernsehen sieht, sperren Spieler, sobald sie eine gewisse Summe gewonnen haben oder limitieren die Einsätze bei Gewinnspielern, sodass hohe Gewinne nicht mehr möglich sind oder einfach Glück ist.

Was denkst du über diese Sportwetten Tipps? Denkst du: Der Typ hat keine Ahnung, ich werde es schon schaffen! Oder denkst du: Oh, da war ich wohl ein bisschen naiv und werde vorsichtiger an die Sache ran gehen.

Im Endeffekt ist es egal, solange es Spaß macht. Um langfristig mit Sportwetten wirklich Geld zu verdienen, muss man auch viel dafür tun. Analysieren, Spiele sehen, rechnen. Das ist dann ein Full-Time-Job, der gewisse Skills voraussetzt. Wer das nicht leisten kann, sollte es bei gelegentlichen Spaß-Einsätzen belassen oder sich an Tipp 5 halten.

Auf jeden Fall Good Luck bei allem, was du machst! Dein Radek Vegas

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