Fußreflexzonen und Techniken zur Reflexzonenmassage

Was versteht man eigentlich landläufig unter einer Fußmassage oder Reflexzonenmassage am Fuß? Oft wird eine solche Massage auch Fußreflexzonentherapie bezeichnet und sie gehört wie alle Massagen der Reflexzonen zu den Umstimmungstherapien.

1. Faszination Reflexzonenmassage

Diese Art der Massage basiert auf der Idee, dass alle Organe im Körper über die Nerven mit den Füßen in Verbindung stehen. Unter dem großen Zeh gibt es einen Bereich, welcher mit der Hirnhälfte der gleichen Seite verbunden sein soll. Das Herz hingegen findet man an einem Punkt des Ballens des linken Fußes. Diese Zonen werden gezielt massiert und sollen so direkt die verbundenen Organe ansprechen.

Es können beispielsweise trotzdem Schmerzen auftreten, auch wenn die Massage nur leicht durchgeführt wird. Man sagt, das deutet darauf hin, an dem Organ, welches mit der schmerzenden Stelle verbunden ist, ein Problem aufgetreten ist. Die Massage der entsprechenden Bereiche soll die Selbstheilungskräfte stärken und gleichzeitig die Beschwerden mindern.

Daher ist die Massage der Fußreflexzonen optimal um die Schulmedizin zu ergänzen. Auf jeden Fall verbessert die Massage der Fußreflexzonen die Durchblutung und sie verbessert den Lymphabfluss.

2. Welche Reflexzonen gibt es an den Füßen?

Die folgende Abbildung zeigt alle bekannten Reflexzonen des linken und rechten Fußes.

Fußreflexzonen Massage

Wie auf der Grafik zu erkennen ist lassen sich über die Reflexzonen von den Augen, Ohren, Hirn über Nebenhöhlen bis hin zu der Harnblase und dem Herz alle Organe ansprechen.

3. Woher kommt die Fußreflexzonenmassage?

Die Methode der Fußreflexzonenmassage stammt von den amerikanischen Ureinwohnern. Der amerikanische Arzt William Fitzgerald sah es bei den Ureinwohnern Anfang des 20. Jahrhunderts. Der Arzt teilte den Körper in die verschiedenen Bereiche ein, wo sich die Nervenendpunkte sind, welche mit Organen oder Muskeln verbunden sind.

Bereits im alten Ägypten wurde die Fußreflexzonenmassage praktiziert. Auch in großen Teilen Asiens ist diese Massage beliebt. Hanne Marquardt, eine deutsche Heilpraktikerin hat die letzten Jahrzehnte genutzt, um die Fußreflexzonenmassage weiterzuentwickeln.

4. Wann wird eine Fußreflexzonenmassage angewendet?

Bei der Fußreflexzonenmassage handelt es sich um eine Maßnahme, welche der Unterstützung dient und besonders für chronische Erkrankungen beliebt ist. Sie wird gerne eingesetzt, um Erkrankungen der Knochen und Muskel, Migräne, Probleme mit der Verdauung, Beschwerden unter der Menstruation, Schlafprobleme, Erschöpfung, Stress, Depressionen, psychische Belastungen oder Allergien zu behandeln.

5. Wann muss man auf eine Fußreflexzonenmassage verzichten?

In manchen Fällen ist eine Fußreflexzonenmassage zwar eine Erholung, kann aber trotzdem schaden, beispielsweise bei Rheuma, bei diabetischen Problemen am Fuß, bei offenen Wunden am Fuß, wenn Knochen um Fuß gebrochen sind oder wenn der Fuß gerade unter Pilzbefall leidet. Es gibt verschiedene Krankheiten, die den Stoffwechsel und das Immunsystem beeinflussen können, da sollte man mit der Fußreflexzonenmassage vorsichtig sein und im Zweifel lieber verzichten.

Weitere Gründe, auf eine Fußreflexzonenmassage zu verzichten sind Entzündungen im Lymphsystem oder in den Venen, eine Thrombose, eine fiebrige Infektion oder eine Schwangerschaft. Bei einer Schwangerschaft könnten vorzeitige Wehen ausgelöst werden.

6. Wie funktioniert eine Fußreflexzonenmassage?

Die Behandlung beginnt mit einer Beratung. Dabei werden die Beschwerden abgeklärt, wobei darauf geachtet wird, dass nichts vorliegt, was gegen eine Fußreflexzonenmassage spricht. Die Behandlung findet im Sitzen oder im Liegen statt. Dabei sollte der Massierte weder frieren noch schwitzen. Dann schaut sich der Therapeut die Füße an und guckt ob Schwellungen, Ödeme (Wassereinlagerungen) oder Rötungen vorliegen. Danach nutzt der Therapeut das Rasterbild von Fitzgerald, um auf verschiedene Punkte leichten Druck auszuüben. Das Rasterbild unterteilt die Fußsohle in zehn vertikale und drei horizontale Zonen.

Jede Zone steht für andere Körperregionen und verschiedene Organe. Man kann sagen, dass die horizontalen Zonen im groben dem Aufbau des Körpers entsprechen. Die Zehen gehören zum Kopf- und Halsbereich, der Thorax und Oberbauch gehören zum mittleren Teil des Fußes. Die Organe von Bauch und Becken gehören zum Bereich der Ferse und den Knöcheln. Die vertikalen Zonen hingegen laufen vom Kopf bis zu den Füßen. So ergibt es sich, dass Augen sich in den Vertikalzonen zwei und drei befinden und sich auf die zweite und dritte Zehe konzentrieren.

Jetzt kann derjenige, der die Behandlung ausführt entweder tonisierend oder sedierend arbeiten. Tonisierend bedeutet, die Griffe wirken anregend. Sedierend bedeutet, die Griffe wirken beruhigend. Sind die Begriffe schnell und kreisen überwiegend, sind es tonisierende Griffe. Dabei wird mal mehr, mal weniger Druck ausgeübt. Bei der anregenden Massage entstehen Rötungen auf der Haut. Die Organe und Bereiche des Körpers, welche an der bearbeiteten Stelle liegen, sollen dadurch aktiviert werden. Besonders bei Schmerzen versprechend die sedierenden Griffe Linderung. Bei den sedierenden Griffen wird nicht gekreist, sondern nur Druck auf die entsprechende Stelle ausgeübt.

Die Dauer und die Häufigkeit der Fußreflexzonenmassage können abhängig von den vorliegenden Beschwerden unterschiedlich sein. In der Regel dauert eine Fußreflexzonenmassage 20 bis 45 Minuten und wird zwei bis dreimal in der Woche ausgeübt.

Wer sein Wohlbefinden erhöhen möchte, kann sich selber mit Hilfe der passenden Schaubilder eine Fußreflexzonenmassage geben. Da es manchmal etwas schwierig ist, sich selber unter den Füßen zu massieren, gibt es spezielle Massagegeräte, welche bei der Fußreflexzonenmassage am eigenen Fuß hilfreich zur Seite stehen.

7. Kann eine Fußreflexzonenmassage Risiken bergen?

Nebenwirkungen kommen bei einer Fußreflexzonenmassage äußerst selten vor. Es gibt allerdings Gründe, wie bereits erwähnt, bei Verletzungen am Fuß, bei Pilzbefall und anderen störenden Krankheiten.

8. Was ist bei der Fußreflexzonenmassage zu beachten?

Die Massage ist nicht als alleinige Therapie zu sehen, sondern als Ergänzung zu einer herkömmlichen Therapie. Es gibt eine Studie aus Jena, welche 2006 einmalig Hinweise auf die Wirksamkeit dieser Therapieform gab. Da es keine eindeutige Bestätigung gab, gehört die Fußreflexzonenmassage nicht zu den Leistungen der Krankenkassen.

Die Fußreflexzonenmassage sollte nur von ausgebildeten Fachleuten ausgeübt werden. Sollten während der Massage Reaktionen, wie Übelkeit, schneller Puls oder Schweißausbrüche entstehen, muss das dem Therapeut sofort mitgeteilt werden.

9. Was macht man nach der Fußreflexzonenmassage?

Am besten ist es, wenn man nach der Massage noch entspannen kann. Das Hochlegen der Füße verstärkt noch den positiven Effekt der Massage. Genauso wie Wärme, also wäre es gut, wenn man die Füße mit einer warmen Decke oder dicken Socken warm hält. Im besten Fall merkt man, wie die Entspannung sich von den Füßen aus über den ganzen Körper ausbreitet. Nach der Fußreflexzonenmassage empfiehlt es sich, den Körper zu beobachten und darauf zu achten, ob sich Veränderungen einstellen.

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