Der eigene Pool: So planschen Sie energiesparend

Die Sommer hierzulande werden spürbar immer heißer und ab einem gewissen Punkt hilft nur noch der Sprung ins kühle Nass. Die angenehme Frische eines eigenen Pools ziehen viele dabei dem Frischekick im überfüllten Freibad vor. Wer also keine Lust darauf hat, sich das Schwimmbecken mit vielen anderen zu teilen, kann sich einen eigenen Pool anschaffen.

Hier gibt es für jedes Budget eine passende Lösung. Der Betrieb eines eigenen Pools kann dabei auch durchaus günstig und energiesparend sein, welche Möglichkeiten es gibt, erklären wir Ihnen in diesem Artikel.

1. Welcher Pool passt zu Ihnen?

Mit einem eigenen Pool holen Sie sich das Urlaubsfeeling in den eigenen Garten. Um das passende Becken zu finden, sollten Sie vor dem Kauf einige Fragen klären, wie:

  1. Wie hoch ist das Budget?
  2. Wie oft wird der Pool genutzt?
  3. Wie viele Personen möchten den Pool nutzen?

Die wichtigste Frage dreht sich in der Regel um das verfügbare Budget. Denn nicht jeder kann sich einen großen in den Boden eingelassenen Pool leisten. Hier gibt es unterschiedliche Varianten, die für jeden sommerliche Abkühlung ermöglichen. 

2. Kleines Budget: der aufblasbare Pool

Das aufblasbare Becken aus Kunststoff ist eine günstige und schnell aufgebaute Variante, die bereits für unter 100 Euro erhältlich ist. Je nach Größe bietet das Becken vor allem Kindern und kleinen Wasserratten großen Spaß, doch auch Erwachsene finden hier ausreichend Abkühlung. Dank unterschiedlicher Größen eignet sich ein kleiner Aufblaspool nicht nur für Gärten, sondern kann auch auf Balkon und Terrasse aufgestellt werden. 

3. Mittleres Budget: der aufstellbare Pool

Ein Aufstellbecken ist mit einer Tiefe von rund 1,20 Metern eine ideale Alternative zu in den Boden eingelassenen Pools. Hier ist Schwimmen problemlos möglich. Die Preise sind hier sehr unterschiedlich und orientieren sich an Größe und verwendetem Material. Günstige Aufstellpools sind bereits ab 300 Euro erhältlich, nach oben sind problemlos Preise bis über 15.000 Euro für luxuriöse Becken möglich. Je nach Variante besteht der Pool aus stabilen Kunststoff-, Holz- oder Stahlwänden, die auf der Innenseite mit hochwertiger Poolfolie ausgekleidet ist. 

Hier wird ausreichend Platz benötigt, ein eigener Garten oder eine große Terrasse sind Mindestvoraussetzungen. Auch muss ein ebener Untergrund zur Verfügung stehen, damit der Pool stets sicher und stabil steht. Aufstellbecken bis 100 Kubikmetern zulässigem Wasservolumen benötigen in der Regel und in den meisten Bundesländern keine Baugenehmigung, was sie zu einer beliebten Alternative zum eingelassenen Pool macht. 

4. Großes Budget: der Einbaupool

Wer sich echten Luxus im eigenen Garten gönnen möchte, setzt auf einen in den Boden eingelassenen Pool. Günstige Varianten gibt es bereits ab 2.000 Euro, die Preise nach oben hin sind offen, je nachdem welche Größe, Ausstattung und Qualität der Pool haben soll. Allerdings kommen zu den Kosten für den Pool selbst auch noch Ausgaben für den Einbau dazu. Denn hier muss nicht nur der Boden ausgehoben werden, ein Betonfundament ist ebenfalls Voraussetzung. Eine günstige Variante sind Stahlwandbecken. Wer auf eine besonders hochwertige Variante setzt, entscheidet sich für gemauerte oder betonierte Pools, die vom Fachmann ausgeführt werden. 

Tipp: Wer handwerkliches Geschick besitzt, kann auch bei der Variante vom Fachmann mit anpacken und Geld sparen. 

5. Energiesparend planschen im eigenen Pool: 5 Tipps

Die Anschaffung eines Pools ist in der Regel nicht ganz günstig, umso interessanter ist es, beim laufenden Betrieb Kosten und Energie zu sparen:

  1. Sonnenwärme nutzen
    Wer beim Aufbau gut plant, kann bereits im Vorfeld Energie sparen. Die Ausrichtung des Pools nach Südosten ermöglicht eine lange Aufwärmdauer durch die Sonne – das Wasser muss so wenig bis gar nicht extern beheizt werden und hat im Sommer stets eine angenehme Badetemperatur. 
  2. Poolabdeckung nutzen
    Die Verwendung einer Poolfolie zahlt sich beim Betrieb eines Pools gleich doppelt aus. Die Plane hält nicht nur groben Schmutz davon ab, ins Wasser zu gelangen, sondern hält die Wärmeenergie auch im Wasser. Eine Solarfolie wirkt der Wasserverdunstung entgegen und heizt das Wasser durch ihre spezielle Technologie auf. So erwärmt sich das Wasser bereits im abgedeckten Zustand, wenn ausreichend Sonne zur Verfügung steht. 
  3. Heizen mit der Wärmepumpe
    Eine Luft-Wärmepumpe hilft effizient bei der Beheizung des eigenen Pools. Sie bezieht Wärme aus der Umgebungsluft und leitet diese an das Wasser weiter. Der Vorteil: Eine Wärmepumpe benötigt zum Betrieb weniger Energie, als sie an das Wasser abgibt. 
  4. Solarenergie nutzen
    Eine Solar-Poolheizung ist eine umweltfreundliche und kostengünstige Variante, um das Poolwasser zu erwärmen. Moderne Systeme speichern die Sonnenenergie effizient und sorgen auch bei Schatten für warmes Wasser im Becken. 
  5. Die passende Pumpe
    Mit frequenzgesteuerten Pumpen wird der Stromverbrauch im Vergleich zu gewöhnlichen Filterpumpen gravierend reduziert. Sie passen ihre Leistung und ihren Betrieb an die jeweiligen Anforderungen an und verbrauchen dadurch weniger Energie. Alternativ dazu gibt es Solarfilterpumpen, die bei wenig Sonne durch einen Akku betrieben werden können.

Den eigenen Pool energiesparend zu betreiben ist also durchaus möglich. Wer sich bereits im Vorfeld gut informiert, wird auf lange Sicht viel Freude mit dem eigenen Pool im Garten haben. Es lohnt sich also, energiesparende Methoden kennenzulernen und diese auch einzusetzen. 

6. Die Kraft der Sonne nutzen

Um den eigenen Pool möglichst energiesparend zu betreiben, ist die Nutzung der Sonnenenergie ein wesentlicher Faktor. Denn während der Badesaison, die in der Regel rund 150 Tage dauert, verursacht ein Pool laufende Kosten. Nicht nur Wasser und Pflegemittel müssen hier immer wieder ergänzt werden, auch Stromkosten für Reinigung und Heizung können die Kosten hier in die Höhe treiben.

Wer hier auf die Kraft der Sonne setzt, ist auf der sicheren Seite. Denn die besondere Beschaffenheit einer Solarfolie ermöglicht nicht nur die Aufnahme der Sonnenenergie. Durch spezielle Kammern wird diese Kraft effizient in Wärme umgewandelt und an das Wasser abgegeben. So erwärmt sich das Wasser alleine durch die aufliegende Folie. Damit diese Methode möglichst effizient ist, sollte die Solarfolie allerdings immer dann über das Becken gezogen werden, wenn es nicht benutzt wird. 

Ein eigener Pool bedeutet zwar einen gewissen Pflege- und Reinigungswand, doch sind seine Nutzungsmöglichkeiten enorm. Er bietet nicht nur die Annehmlichkeit der Abkühlung, Spaß und Vergnügen, sondern hat auch gesundheitliche Vorteile. Die Bewegung im Wasser ist gesund, Fitness, Gesundheit und Wohlbefinden lassen sich dadurch steigern. Mit Hilfe energiesparender Methoden sind die Kosten für den laufenden Betrieb überschaubar und so können Sie ihren eigenen Pool im Sommer voll und ganz genießen.  

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