10 Tipps für die optimale Autoaufbereitung

Das Erscheinungsbild spielt bei jedem Auto eine große Rolle. Besonders beim Verkauf können sich kleine Schönheitsfehler deutlich auf den Wiederverkaufswert auswirken. Die Aufbereitung eines Autos ist nicht aufwendig und kann mit dem richtigen Zubehör selbst erledigt werden. Dort findet jeder Fahrzeugbesitzer die notwendige Ausrüstung, um sein Fahrzeug in neuem Glanz erstrahlen zu lassen.

1. Waschen

Begonnen wird mit der Aufbereitung meist außen mit einer gründlichen Wäsche. Bei der Wäsche sollte mit Schwamm und Bürste selbst Hand angelegt werden. Auf eine Wachsstraße oder eine Bürstenwaschanlage sollte verzichtet werden, da hier meist nur oberflächlich gereinigt wird. Da man bei der Reinigung per Hand genauer arbeitet, bleiben am Ende auch kaum Schmutzreste.

Das führt allerdings auch dazu, dass manche Verschmutzungen zu einer wahren Herausforderung werden können. Vor allem Flecken von Teer, Insekten oder Baumharz sind nicht nur schwer zu entfernen, sondern schaden teilweise auch dem Lack. Zum Glück gibt es im Fachhandel geeignete Reiniger, die diese Probleme nahezu von selbst lösen.

2. Dellen und Kratzer ausbessern

Nachdem das Fahrzeug gereinigt wurde, sind Dellen und Kratzer meist erst richtig gut zu erkennen. Das ist der nächste Schritt bei der Aufbereitung, dass kleinere Dellen und Kratzer beseitigt werden. Für Dellen gibt es geeignete Spezialkits, die es sogar Laien ermöglichen diese zu beseitigen.

Kratzer können manchmal herauspoliert werden, wenn sie lediglich oberflächlich sind. Tiefere Krater müssen neu lackiert und versiegelt werden. In der Regel gibt es im Fachhandel die geeignete Farbe bereits in Spraydosen abgefüllt, die dann nur noch aufgesprüht werden muss. Den Namen der Farbe kann man in der Regel im Typenschein nachlesen.

3. Roststellen ausbessern

Etwas aufwendiger ist die Beseitigung von Roststellen, doch ist dies ebenfalls machbar, wenn rechtzeitig gehandelt wird. Damit sich der Rost nicht weiter ausbreitet, müssen die betroffenen Stellen als Erstes mit einem Roststopp bzw. Rostumwandler behandelt werden. Dieser verhindert, dass sich der Rost weiter ausbreitet.

Anschließend müssen die Stellen abgeschliffen, neu grundiert, lackiert und abschließend wieder versiegelt werden. Sind bereits kleinere Löcher entstanden, gibt es Glasfasermaterial, das sich mit dem Metall verbindet und womit die Löcher geflickt werden können. Anschließend wird normal verfahren wie beim Lackieren von angerosteten Stellen.

4. Felgen und Radkappen

Felgen und Radkappen sind bei vielen Autos vor allem im Stadtverkehr einer großen Belastung ausgesetzt, denn sie haben häufig Kontakt mit dem Bordstein und sehen entsprechend zerkratzt aus. Stahlfelgen sind zudem meist rostig. Stahlfelgen können einfach mit einer Bürste vom Rost befreit und gegebenenfalls mit Rostlöser behandelt werden.

Anschließend werden sie mit Felgenlack bestrichen und sehen so wie neu gekauft aus. Etwas aufwendiger ist die Pflege von Chromfelgen, bei denen die Verchromung nicht einfach erneuert werden kann. Kleinere Kratzer können mit geeignetem Lack kaschiert werden, sind die Schäden allerdings zu groß, müssen die Felgen tatsächlich neu verchromt oder ersetzt werden.

Radkappen aus Kunststoff können meist nicht mehr optisch aufbereitet werden. Sie sind jedoch so günstig, bei manchen Modellen gibt es einen Ersatz schon ab 10 Euro, weshalb sie einfach ersetzt werden.

5. Polieren

Sind die Aufbereitungsarbeiten am Außenbereich abgeschlossen, kann mit einer Politur der Lack wieder versiegelt und geschützt werden. Damit die Politur gleichmäßig verteilt wird, sollte die Arbeit nicht mit der Hand erledigt werden, da das Ergebnis meist sehr ungleichmäßig ausfällt.

Im Fachhandel gibt es Poliermaschinen, die die Arbeit deutlich erleichtern, bereits ab 20 Euro. Mit denen kann das Fahrzeug einfacher bearbeitet werden und das Endergebnis ist gleichmäßiger, als beim Auftragen mit der Hand.

6. Polsterreinigung

Eine weitere Problemzone sind die Fahrzeugsitze, die nach mehreren Jahren oft nicht mehr schön aussehen. Vor allem reine Stoffsitze und nicht mit kurzem Plüsch bezogene Sitze sehen nach mehreren Jahren vergilbt aus. Kommen dann noch Flecken hinzu, kann das den Wiederverkaufswert deutlich senken.

Um die Polster zu reinigen, wird ein geeigneter Reiniger für Autositze verwendet. Die Sitze müssen dazu eingesprüht und der Schmutz anschließend abgebürstet werden. Noch sauberer sehen die Sitzpolster aus, wenn ein Polsterschaum mit einem Nasssauger entfernt wird, was auch die Trocknungszeit deutlich verkürzt.

7. Kunststoffteile säubern

Bei der Reinigung der Kunststoffteile wird oft nur Wasser verwendet oder völlig ungeeignete Reiniger, die die Oberflächen sogar angreifen. Für die Kunststoffteile darf nur ein geeigneter Reiniger verwendet werden. Der hält die Oberflächen im Auto nicht nur sauber, sondern verleiht ihnen begrenzt auch einen neuen Glanz.

8. Scheiben reinigen

Steinschläge an der Scheibe dürfen ausschließlich von Profis beseitigt werden. Doch es spricht nichts dagegen die Scheiben sauber zu reinigen. Vor allem die Innenseite der Scheiben wird zu einer Herausforderung, die mit dem richtigen Zubehör jedoch gemeistert werden kann.

Grundsätzlich sollte für die Reinigung nur ein Scheibenreiniger verwendet werden. Steht der Winter an, kann zusätzlich ein Mittel genutzt werden, dass verhindert, dass die Scheiben beschlagen. Bei der Reinigung ist jedoch wichtig, ein geeignetes Tuch zu verwenden. Viele verwenden zum Reinigen ein Küchenpapier, doch hat dies nicht die geeigneten Eigenschaften, um den Schmutz auf der Scheibe aufzunehmen.

Das Gegenteil ist oft der Fall und der Schmutz wird sogar noch stärker verteilt. Die richtige Wahl für die Reinigung der Scheiben ist ein Mikrofasertuch, das den Schmutz auch aufnimmt.

9. Boden und Kofferraum

Die Ablage am Boden und im Kofferraum ist die nächste Herausforderung. Vor allem der feine Staub und Sand, der mit den Schuhen in das Fahrzeug gebracht wird, lässt sich mit einem handelsüblichen Staubsauger nicht entfernen. Dafür ist die Saugleistung meist zu gering.

Etwas besser ist die Leistung bei Geräten an Reinigungsstraßen, doch reicht meist auch diese nicht aus, um das Fahrzeug wirklich nachhaltig sauber zu bekommen. Hier hilft nur der Griff zu einem Industriesauger, den es oft auch günstig für einige Stunden zu mieten gibt.

10. Gute Luft im Auto

Vor allem Fahrzeuge, die länger gestanden sind, haben einen miefigen Geruch im Innenraum. Da hilft oft kein Duftbäumchen mehr, der den Geruch selbst nur überdecken kann. Es gibt mehrere Angriffspunkte, die teilweise selbst übernommen werden können, um den Geruch zu beseitigen.

Wurden die Sitze und der Boden bereits gereinigt, sollte der unangenehme Geruch deutlich leichter geworden sein. Als nächste müssen die Lüftungen und Klimaanlage gesäubert werden. Manchmal hilft allerdings nur eine Ozon-Behandlung durch den Fachmann. Bei der Ozon-Behandlung werden nahezu alle Gerüche restlos beseitigt und das Fahrzeug riecht fast wie neu.

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