Das Luftgewehr als Sport- und Freizeitgerät

Das Zielschießen mit dem Luftgewehr oder der Luftpistole ist überwiegend im Schießsport angesiedelt. Der sportliche Umgang richtet sich dabei nach bestimmte Regeln, wobei der Schütze die Waffe ausschließlich als Sportgerät verwendet. In der Regel betreiben Sportschützen den Schießsport mit dem Luftdruckgewehr oder der Luftpistole als Präzisionssport, bei dem der Zielende in die Mitte einer Zielscheibe (auch Schießscheibe genannt) treffen muss.

Wie funktioniert das Luftgewehr?

Luftgewehre sind Gewehre, die unterschiedlichen Funktionsprinzipien folgen. Als Luftdruck-, Federdruck- und CO2 -Waffen bietet der Waffenmarkt einfache Modelle bis hin zu Matchwaffen alles, was das Herz begehrt. 

Luftgewehre mit Federspeichersystem

Bei Luftgewehren, die als Federdruckwaffen funktionieren, spannt sich vor dem Schuss eine starke Feder, die den Kolben der Waffe beim Auslösen des Schusses nach vorne drückt. Der Kolben komprimiert die Luft auf bis zu 150 bar, womit das Geschoss angetrieben wird. Das Federdruckprinzip findet bei Freizeitwaffen weite Verbreitung. Besonders häufig fungiert hier der Lauf des Gewehres als Spannhebel für die Feder. Diese Systeme werden auch Kipp- oder Knicklaufsysteme genannt. Diese Gewehre sind einfach und robust in der Konstruktion. Die maximale Reichweite liegt bei 10 m bis 15 m oder 20 m bis 30 m und mehr.

Luftgewehre mit Luftdrucksystem

Bei Druckluftsystemen gibt es entweder das Pump- oder das Pressluftsystem. Entweder eine eingebaute Handpumpe erzeugt den Druck oder die Druckluft wird von außen in den Drucklufttank des Gewehres gefüllt. Während bei Freizeitwaffen Luftdruckgewehre beliebt sind, ist das Prinzip mit Pressluft bei Matchwaffen weit verbreitet.


Luftdruckgewehre mit Federdrucksystem erfreuen sich großer Beliebtheit, weil sie einfach und robust konstruiert sind und ansonsten nur Kosten für die nötige Munition anfallen.
Bei Druckluftsystemen gibt es entweder das Pump- oder das Pressluftsystem. Entweder eine eingebaute Handpumpe erzeugt den Druck oder die Druckluft wird von außen in den Drucklufttank des Gewehres gefüllt. Während bei Freizeitwaffen Luftdruckgewehre beliebt sind, ist das Prinzip mit Pressluft bei Matchwaffen weit verbreitet.

Luftgewehre mit CO2

Bei Luftgewehren mit CO2 -System treibt das aus einer Kartusche befindliche Gas das Geschoss an. Ist die Kartusche stetig mit dem flüssigen Gas befüllt, bleibt auch der Druck konstant. Das CO2 verdunstet solange, bis der Gleichgewichtsdruck wiederhergestellt ist. Nachteilhaft kann sich hier allerdings die Temperaturabhängigkeit des Druckes in der Kartusche auswirken, was eine schlechtere Trefferleistung zur Folge haben kann.

Verwendung finden Luftgewehre insbesondere beim Übungs- oder Wettkampfschießen. Bei den olympischen Disziplinen für Luftgewehre, Luftpistolen und laufende Scheibe jeweils 10 m. Luftgewehre können sogenannte Diabolo-Geschosse (Doppelkegel) oder Rundkugeln als Geschosse dienen. Hierzu kann es verschiedene Kaliber geben; für das Sportschießen aber darf das Kaliber nur 4,5 mm betragen. Die Laborierungen können unterschiedlich sein. Im Sportschießen handelt es sich in der Regel um Weichblei-Geschosse mit einer Masse um 0,5 g. 

Maximal 7,5 Joule in Deutschland

Für alle Luftgewehre gilt, dass – je nach Stärke der Antriebsvorrichtung des Gewehres – das Geschoss eine unterschiedliche Mündungsgeschwindigkeit und damit Mündungsenergie erhält. Aus diesem Grund hat der Gesetzgeber aus Sicherheitsgründen die Grenze bei einer Bewegungsenergie der Geschosse von 7,5 Joule gezogen (Luftgewehre mit “F”- Zeichen im Fünfeck und sog. Weitschussluftgewehre). Der Anfänger muss sich bei der Verwendung eines Luftgewehres der Wirkungsweise bewusst sein. Kommt es zu einem Unfall, ist eine Verletzung empfindlicher Organe beim Menschen möglich.

Wie unterscheiden sich die Zielscheiben für unterschiedliche Waffen?

Schießscheiben für das Luftgewehrschießen gibt es in unterschiedlichen Größen. Dabei kommt es auf die Disziplin und die Entfernung an. Für gewöhnlich verwendet der Schießsport Schießscheiben mit hellem Hintergrund und einem schwarzen Aufdruck. Die Größenmaße regeln hierzu die Sportordnungen der Schießsportverbände.

Rechtliches zum Thema Freie Waffen

Wer sich als Einsteiger ein frei erhältliches Gewehr zulegen möchte, sollte sich über die gesetzlichen Bestimmungen informieren und diese einhalten. Andernfalls droht eine gesetzliche Strafbarkeit. Der Erwerb und Besitz von Luftdruck-, Federdruck- und CO2 – Waffen mit einer Bewegungsenergie der Geschosse von nicht mehr als 7, 5 Joule, die mit dem “F” – Zeichen im Fünfeck versehen sind, sind frei erwerblich ab 18 Jahren.
Geht es um freie Waffen, ist immer das sogenannte Führen einer freien Waffe abzugrenzen. Während z. B. der Erwerb und der Besitz von Schreckschuss-, Reizstoff- und Signalwaffen mit einem Patronen- oder Kartuschenlager mit Zulassungszeichen erlaubnisfrei sind (d. h. eine Waffenbesitzkarte ist nicht erforderlich) ist das Führen von solchen Waffen hingegen erlaubnispflichtig.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.